Ferdinand Kern: "Es muss schneller gehen..." Ortsbegehung in Obernburg mit Thorsten Meyerer
Obernburg. Bei einem Ortsrundgang am 22. Juli 2008 informierte sich SPD-Kreisvorsitzender und Landtagskandidat Thorsten Meyerer mit Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Obernburg über wichtige Projekte in der Stadt Obernburg. Stadtrat und SPD-Fraktionsvorsitzender Ferdinand Kern hatte ein großes Paket mit Informationen geschnürt, angefangen über die Rathaussanierung bis hin zur Ganztagsbetreuung in der Johannes-Obernburger-Schule. Als gelungen bezeichnete Kern die Gestaltung der Außenfassade des Rathauses. Es bilde den Mittelpunkt der Römerstadt und sei durch das neue Erscheinungsbild ein Blickfang. Kritiker des sandsteinfarbenen Anstrichs könne er verstehen, denn der Wechsel von ehemals weiß auf rot sei gewöhnungsbedürftig. Die neue Gestaltung entspreche den Vorgaben des Denkmalschutzes, und der Stadtrat habe sich in ausgiebiger Beratung für die nun fertig gestellte Sanierung entschlossen.
Schon lange habe die SPD-Fraktion die Sanierung des Pflasters in der Römerstraße gefordert. Es ist die gute Stube Obernburgs, und der marode Zustand hat einen schlechten Eindruck vermittelt." Er sei froh, dass die Maßnahme nun angegangen wird. Allerdings geht es nicht so zügig voran, wie ich es mir wünsche", sagte Kern. Die Einzelhändler hätten darunter zu leiden und erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Nun komme eine weitere Belastung, denn es müsse ein Kanalbauwerk vom Katzental über die Lindenstraße zur Burenstraße geschaffen werde. Das bedeutet neben der durch die Bauarbeiten blockierten Zufahrt durch das obere Tor nun auch noch eine dreiwöchige Sperrung der Lindenstraße." So sei das Stadtzentrum dann lediglich durch die Altstadt oder die Abfahrt Obernburg-Nord von der Bundesstraße 469 zu erreichen. Wir von der SPD setzen uns dafür ein, dass diese Zeitspanne unterschritten wird", erklärte der Stadtrat.
Das Thema Verkehr ist schon seit Jahren ein heißes Eisen", so Kern. Wenn hier nicht eine vernünftige Lösung erzielt werde, sei an einer Verkehrsberuhigung in der Innenstadt nicht zu denken. Kommt nicht in Kürze die Auffahrt-Nord zur B469?" wollte Thorsten Meyerer wissen. Der Beginn der Bauarbeiten sei für das kommende Jahr angesetzt, antwortete Kern. In diesem Zusammenhang lobte er den Einsatz der Bundestagsabgeordneten Heidi Wright, die sich für diese Maßnahme beim Bundesverkehrsministerium und beim staatlichen Bauamt stark gemacht hatte. Die Delegation fand sich am möglichen Standort für ein MainLimes-Entdeckerzentrum an der Einmündung Römerstraße zur Kreßstraße ein. Die Stadt hatte das Gebäude für rund 850000 Euro gekauft. Das war in jedem Fall sinnvoll, denn auch wenn wirkliche kein Museum kommen sollte, ist die Investition nicht in den Sand gesetzt, weil die Stadt hier noch andere Gestaltungsmöglichkeiten hat", meinte Kern. Durch die Mieteinnahmen würden die Darlehenszinsen gedeckt.
Thorsten Meyerer fragte nach den aktuellen Stand zum Thema MainLimes-Entdeckerzentrum. Der SPD-Fraktionsvorsitzende stellte klar, dass ohne finanzielle Beteiligung des Freistaates, des Bezirks und des Landkreises Bau und Unterhalt dieses Museums von der Stadt nicht geleistet werden könnten. Zunächst muss die Finanzierung bis ins Detail geklärt sein", sagte er. Wenn dies erfolgt sei, müsse ein professionelles Marketingkonzept entwickelt und qualifiziertes Personal eingestellt werden. Ohne entsprechendes Management und ohne eine entsprechende finanzielle Beteiligung von Kreis, Bezirk und Land können wir die ganze Sache vergessen". Am Almosenturm verweilte die Delegation, um sich von Kern die Sanierungspläne für die Türme in Obernburg erläutern zu lassen. Sie seien ein Stück Kulturgut und in ihrer Substanz zu erhalten, sagte er. Der Schlusspunkt der Ortsbegehung wurde an der Johannes-Obernburger-Volksschule gesetzt, wo derzeit der Anbau für die Ganztagsbetreuung und Energieversorgung entsteht. Hier habe der Stadtrat mit einer Hackschnitzel-Heizungsanlage auf einen alternativen Energieträger gesetzt. Daran haben wir gut getan. Nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für die Stadtkasse, wenn man den rasanten Preisanstieg für Öl und Gas beobachtet", stellte Kern fest.
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