Das Café fifty wurde ausgewählt, an der
Ausstellung zum Wilhelm-Dröscher-Preis beim nächsten Bundesparteitag der SPD vom 13. bis
15. November in Dresden teilzunehmen und ist somit in die engere Wahl der Bewerber für
den Wilhelm-Dröscher-Preis gekommen.
"Es zählt die Möglichkeit, auf unsere Arbeit aufmerksam zu
machen".
Hans Tuchscherer, Leiter des Cafés fifty
Am 17. Oktober wird Hans Tuchscherer nach Berlin reisen, um
an einem Vorbereitungsseminar teilzunehmen. Zunächst hat er sich aber mit dem
Vorstandsteam des Vereins Café- Sozial besprochen, der Träger der drei Sozialcafés in
Alzenau, Aschaffenburg und Obernburg ist. "Es war eigentlich klar, dass der Verein
seinen Segen gibt, denn schließlich hat er die Bewerbung unterstützt", sagt der
Café-Leiter.
Team leistet hervorragende Arbeit
"Das Team des Café fifty leistet hervorragende Arbeit, und als ich die Ausschreibung
zum Dröscher-Preis erhielt, habe ich sofort daran gedacht, den Hut für Herrn Tuchscherer
in den Ring zu werfen", berichtet Ruth Weitz. Das Café fifty berät und hilft nicht
nur Langzeitarbeitslose, sondern ist mittlerweile auch ein Treffpunkt für viele Bürger
geworden und Säule einer sozialen Infrastruktur. "Weil bei uns alles 50 Cent kostet
- deshalb auch der Name fifty - können sich auch Menschen einen Cafébesuch leisten, die
nur ein geringes Einkommen haben", sagt Hans Tuchscherer.
Abrupt verabschiedet Ruth Weitz, deren SPD-Ortsverein das Café unterstützt und fördert,
hatte über einen Antrag der SPD-Kreistagsfraktion bereits zu Beginn des Jahres einen
Zuschuss von 2500 Euro im Kreistag erwirkt, damit die Sozialarbeit weiter gehen kann.
Nachdem sich das diakonische Werk Untermain als Träger der Cafés im April 2008 abrupt
verabschiedet hatte, war der daraufhin aus dem Kreis der ehemaligen Mitarbeiter neu
gegründete Verein auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um die Anfangsphase des
Neueinstiegs zu überbrücken.
"Wir haben auch viele Spenden erhalten, die uns in der schwierigen Übergangszeit
geholfen haben, benötigen aber weiterhin dauerhafte finanzielle Unterstützung zur
langfristigen Sicherung unserer Projekte", sagt Hans Tuchscherer.
Themenfeld "Gerechte Welt"
Auf dem Themenfeld "Gerechte Welt" muss sich das Café fifty beim
Bundesparteitag in Dresden einer Konkurrenz von sechs Bewerbern stellen. Weitere
Themenfelder sind "Lebendige Demokratie", "Aktionen gegen Rechts" und
"Geschichtswerkstatt". Insgesamt werden drei Preise ausgelobt, daneben gibt es
einen Internet- und einen Sonderpreis. Der erste Preis ist mit 3000 Euro dotiert.
"Selbst wenn wir keinen Preis mit nach Hause nehmen können, ist das nicht tragisch.
Es zählt der olympische Gedanke und die Möglichkeit, auf unsere Arbeit aufmerksam zu
machen", sagt Hans Tuchscherer. red
