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Sachen Jugendtreff muss endlich etwas vorangehen Schon vor mehr als 20 Jahren haben wir gefordert in Obernburg einen Jugendtreff einzurichten", sagte Heiner Batteiger, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Obernburg in einer öffentlichen Mitgliederversammlung am Mittwochabend, 13. Oktober 2010, im Gasthaus Zum Karpfen. Alle Bemühungen und Ansätze seien bisher im Sande verlaufen, so das Resümee der Obernburger SPD-Mitglieder. Nun wollen sie einen neuen Vorstoß wagen und über die Stadträte Ferdinand Kern und Ruth Weitz das Thema erneut in den Stadtrat bringen. Die Sozialpädagogin Simone Schätzlein, zuständig für die Jugendsozialarbeit an der Johannes-Obernburger-Schule, berichtete von einer Umfrage bei rund 60 Hauptschülern. Die Jugendlichen wünschen sich einen Treffpunkt und haben viele gute Ideen eingebracht, wie man ihn gestalten könnte", so Schätzlein. Am Mittwochabend herrschte Übereinstimmung darüber, dass ein Jugendtreff unter sozialpädagogischer Leitung stehen muss. Alles andere bringt nichts und wäre kontraproduktiv", so Ferdinand Kern. Der Ausschuss für Jugend, Familie, Soziales, Sport und Kultur wäre das geeignete Gremium, um sich mit dem Thema Jugendtreff zu beschäftigen, aber da tut sich in dieser Richtung gar nichts", sagte Ruth Weitz. Sie beklagte, dass in dem Ausschuss nur Popel punkte abgehandelt werden, die locker in jeder Stadtratssitzung unter Berichte und Anfragen" mitlaufen könnten. Der Ausschuss könnte durchaus mit Leben erfüllt werden, aber es tut sich nichts", beklagte sie. Kernpunkt für die Einrichtung eines Jugendtreffs sind geeignete Räume, so das Fazit der Diskussion. Sie müssen zentral liegen und so ausgestattet sein, dass verschiedene Aktivitäten möglich sind", sagte Simone Schätzlein. Einig waren sich die SPD-Mitglieder, dass ein Jugendtreff in der ehemaligen Gaststätte am Stiftshof ungeeignet ist. Es müssten mindestens zwei Räume zur Verfügung stehen, um einerseits pädagogische Projekte umzusetzen und andererseits Möglichkeiten zum Rückzug zu bieten. Am Mittwochabend wurden die SPD-Stadträte beauftragt darauf hinzuwirken, zunächst eine Interimslösung voranzutreiben bis geeignete Räume für einen Jugendtreff gefunden sind. Leerstände gibt es genug, wie beispielsweise die ehemalige Hausmeisterwohnung in der Stadthalle, die übergangsweise genutzt werden könnte", so Ferdinand Kern. Auf Vorschlag von Simone Schätzlein sollte Jugendlichen ab 12 Jahren zunächst an zwei Nachmittagen ein Jugendtreff-Angebot unterbreitet werden. Sie empfahl, den Kontakt mit der Gemeinde Mömlingen zu suchen, wo ja bereits eine Sozialarbeiterin für die Arbeit mit Jugendlichen eingestellt worden sei. Positiv aufgenommen wurde der Vorschlag von Ferdinand Kern, auch die Jugendlichen im Stadtteil Eisenbach in ein Jugendtreff-Konzept einzubeziehen. |